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Donnerstag, 20. September 2018

26


Heute wärst du 26 Jahre alt geworden. Ich vermisse dich jeden Tag, aber diese Tage ... dein Geburtstag, dein Todestag und Familienfeiern sind immer und immer noch besonders schwierig.
Die Jahre sind so schnell vergangen und trotz allem habe ich noch immer das Gefühl, daß es gerade erst passiert ist. Jetzt bist du tatsächlich schon genau so lange fort wie du bei uns gelebt hast. Diese Vorstellung ist für mich ganz besonders schmerzlich.

Mittwoch, 20. September 2017

Erinnerungen

Erinnerung,

schöne Erinnerung an vergangene Zeiten.

Erinnerung an eine schöne Zeit,

eine schöne Zeit mit dir.

Erinnerungen zum Lachen, zum Träumen, zum Weinen.

Erinnerung an eine vergangene Wirklichkeit,

eine normale Wirklichkeit mit dir.

Erinnerungen, um dem Alltag zu entfliehen,

dem Alltag der wirklichen Wirklichkeit.

Für mich ist die Erinnerung schöner als die Wirklichkeit,

denn in der Wirklichkeit fehlst du!

Die Erinnerung holt dich zu mir, zu mir ins Jetzt.

Dadurch kann ich dir ganz nah sein,

auch wenn du in Wirklichkeit nicht mehr da bist.

Ich kann dich spüren.

Ich erinnere mich an die vielen Stunden,

die wir gemeinsam verbracht haben.

Ich rede in Gedanken mit dir und erzähle dir

von meinem Leben im Hier und Jetzt.

Ich hole das was war hierher.

Somit ist Erinnerung nicht Vergangenheit,

sondern Gegenwart.


(c) Kerstin Gleißberg

Sonntag, 25. Oktober 2015

10 Jahre ohne dich

Ich schreibe nur noch selten auf deiner Seite, besuche nur noch selten deinen kleinen Garten ... NEIN, du bist nicht vergessen, du begleitest mich nach wie vor jeden Tag, in meinem Herzen und meinen Gedanken. 
Oft wird es mir dabei ganz schwer ums Herz, gerade jetzt im Herbst wenn das Leben so schön bunt ist ... 



Trotzdem werde ich gerade heute ein paar Zeilen schreiben, auch wenn es mir nicht leicht fällt, mich noch öffentlich zu öffnen. Inzwischen habe ich verstanden, daß ich es keinem erklären kann, was ich erlebt habe und wie ich heute lebe, der es nicht selbst erlebt hat.
Ich habe mich auch dran gewöhnt, in erschreckte Gesichter zu sehen wenn ich von dir berichte ... ich habe erleben müssen was niemand erleben mag. Mit mir und meiner Geschichte ist der Schrecken einfach zu nah, zu real und auch mir selbst wird dann wieder bewußt das ich es irgendwie "überlebt" habe.  



Die dritte Kammer

In meiner Traurigkeit hat es ein wenig gedauert, bis ich sie entdecken durfte, eine dritte Kammer zwischen den beiden Herzkammern. In dieser kleinen Kammer im feinen Riss meines Herzens befindet sich nur so viel: ein behutsam kehrender Besen namens Hoffnung und ein weiches Staubtuch aus Vertrauen und Intuition.
Heute öffne ich diese kleine Kammer regelmäßig, um den Staub in meinem Herzen zu putzen und wieder eine klare Sicht (der Dinge) zu bekommen.

ღ Petra Franziska Killinger 



Sind es wirklich schon 10 Jahre her, seit Du uns verlassen hast und uns trotzdem noch durch unser Leben begleitest ?

Ich lebe seit 10 Jahren in einer anderen Beziehung zu Dir und freue mich an manchen Tagen über eine unglaubliche Nähe zu Dir. Es sind Gefühle und Momente, die ich gar nicht mehr versuche, anderen zu erklären und trotzdem reicht diese Nähe niemals aus. Auf Fotos von dir steht die Vergangenheit ewig still, du wirst nie älter als 13 Jahre, wie gerne würde ich auch sehen, wie Du Deinen Weg gehst. Ein lebenslustiger junger Mann, der bis 25 zu Hause wohnen bleiben wollte, um sich dann ein Haus und einen Hund zu kaufen. 



Erinnerung,
schöne Erinnerung an vergangene Zeiten.
Erinnerung an eine schöne Zeit,
eine schöne Zeit mit dir.
Erinnerungen zum Lachen, zum Träumen, zum Weinen.
Erinnerung an eine vergangene Wirklichkeit,
eine normale Wirklichkeit mit dir.
Erinnerungen, um dem Alltag zu entfliehen,
dem Alltag der wirklichen Wirklichkeit.
Für mich ist die Erinnerung schöner als die Wirklichkeit,
denn in der Wirklichkeit fehlst du!

Die Erinnerung holt dich zu mir, zu mir ins Jetzt.
Dadurch kann ich dir ganz nah sein,
auch wenn du in Wirklichkeit nicht mehr da bist.
Ich kann dich spüren.
Ich erinnere mich an die vielen Stunden,
die wir gemeinsam verbracht haben.
Ich rede in Gedanken mit dir und erzähle dir
von meinem Leben im Hier und Jetzt.
Ich hole das was war hierher.

Somit ist Erinnerung nicht Vergangenheit,
sondern Gegenwart.

ღ  Kerstin Gleißberg



Es gibt Zeiten, da fühle ich mich wieder lebendig und mag das Leben, aber es gibt eben auch die anderen Tage, wo jeder einzelne Tag ein Überlebenskampf ist. Inzwischen weiß ich aber, daß diese dunklen Zeiten auch wieder vorübergeben, aber sie kosten immer noch unendlich viel Kraft und Energie.

Und oft bist du immer noch der Wind in meinen Flügeln.

In liebe Mama 
 

Dienstag, 21. Oktober 2014

9 - 3287 - 78888

Heute vor 9 Jahren begann meine Reise durch das Trauerland, als Simon zu den Sternen ging.
Am Anfang dieser langen Reise stand ich unter Schock, unendliche schmerzlich mußte ich begreifen:

"Simon kommt nie wieder."  


Dein Rucksack im Strassengraben und dein Blut auf der Strasse
 
Im Laufe der Jahre habe ich gelernt mit dem Leben "ohne", aber auch immer "mit" Simon zu leben.
Ich habe gelernt die Todestage zu ertragen, die Geburtstage zu leben, Weihnachten ohne das geliebte Kind zu überstehen.
Und auch wenn ich schon eine lange Trauerreise zurückgelegt habe, so wird diese Reise doch niemals enden. Sie ist ein Teil meines Lebens geworden und verbindet mich mit der Liebe auf ewig mit Simon.

"Manchmal bist du in unseren Träumen,
oft in unseren Gedanken und
immer in unseren Herzen."

Aus dem Schmerz der ersten Zeit ist im 9-ten Jahr der Trauer eine leise, stille Wehmut, geworden.
Wie ein leises Rufen von ganz tief Innen, wo ich den Schmerz verschlossen halte. Immer wieder gibt es Tage, wo ich in tiefes Grübeln verfalle, mich ganz zurückziehe von allem und an denen ich zu nichts fähig bin.
Oft zieht es mich dann in die Stille der Natur und dort versuche ich meine Gedanken zu ordnen.
Die Jahre sind so schnell vergangen und trotz allem habe ich noch immer das Gefühl, als wäre es gerade erst passiert. In ein paar Jahren schon bist Du länger fort, als Du bei uns gelebt hast.
Diese Vorstellung ist für mich ganz schlimm.

Mir fehlen einfach die Worte ... ausser das ich dich unendlich vermisse und es immer noch schmerzt dich nicht aufwachsen zu sehen, zu erleben.

Die weichen Schatten, 
welche die tief stehende Herbstsonne zaubert, 
dieses geheimnisvolle Spiel von Sonne und Licht, 
erinnern mich daran, dass deine Schönheit dazu 
bestimmt war, meine Welt
in ein noch schöneres Licht zu tauchen.

Noch immer verzauberst du meine Welt 

– trage ich deinen Glanz in meinem Herzen.
Du, mein Geheimnis aus Licht und Liebe!

Petra Franziska Killinger

Montag, 22. September 2014

22 und eine Welt ohne dich



Deinen kleinen Garten fein gemacht <3

Heute ist dein Geburtstag und zum 9. mal müssen wir diesen Tag ohne dich verbringen. Der 20. September wird für mich immer und ewig eine ganz besondere Bedeutung haben, auch wenn für viele nicht verständlich ist, dass ich diesen Tag noch immer zu etwas besonderem mache.
Vor 22 Jahren wurdest du uns für 13 Jahre und 35 Tage geschenkt und dies war die glücklichste Zeit in unserem Leben. Du hast einen festen Platz in meinem Herzen, in meiner Seele und in meinem Leben.

"Kleiner Schmetterling", fragte ich.....
"was trägst du doch für schöne Farben",
und wollte sanft über seine Flügel streichen.
Denn Begreifen heißt Glauben.

"Nicht doch", rief er und flatterte ganz aufgeregt.
"Du musst wissen, das ist der Staub der Träume,
der Phantasie und der Liebe.
Nur mit ihm kann ich fliegen und ohne ihn muss ich sterben.
Doch wenn du ihn berührst, wirst du die Träume wecken,
der Phantasie die Farben nehmen und Liebe in Angst und
Schrecken versetzen"

"Oh, das wusste ich nicht", sagte ich und zog meine Hand zurück.
"Schade. Solchen Staub, den hätte ich auch gerne."

"Hast du doch", sagte der Schmetterling und öffnete seine Flügel.
Zwei Augen blickten in die meinen.
"Was ich auf den Flügeln trage, trägst DU in deinem Herzen."
(Verfasser unbekannt)

Wir lieben und vermissen dich unendlich !!!

Dienstag, 22. Oktober 2013

8 - 2922 - 70128

Und wieder folgen den glücklichen Momenten im Leben jene dunklen ...

Simon im Alter von 10 Jahren

Die zurückliegenden 7 Jahre habe ich versucht meine Gedanken aufzuschreiben, in Wort zu fassen was mich bewegt, bedrückt, verwundert und verwundet. Doch in diesem Jahr und wohl auch schon Ende letztes Jahr ist so sehr viel passiert, hat sich so vieles geändert… manches schön, manches schwierig …
Eigentlich spreche ich nur noch selten offen über dich und doch bist du jeden Tag in meinen Gedanken. Ich versuche gar nicht mehr, Dich in Gesprächen zu erwähnen, über meine Gefühle zu sprechen. Niemand mag es hören oder lesen, sie sind beschäftigt mit ihren eigenen Problemen und ich nehme es ihnen nicht übel. Doch alles was ich nicht erzähle, nicht aus meinem Innersten hinauslasse … bleibt liegen und wird immer schwerer … es drückt erst ganz leicht und dann immer fester. Trotzdem - niemandem möchte ich diesen, meinen Schmerz aufzwingen, ihn damit unerwartet konfrontieren.
Und doch es ist mir ein Bedürfnis (und mir tut es gut) zumindest hier, auf deiner Erinnerungsseite, ein paar Sätze über Dich, über mich zu schreiben, weil ich weiß, dass es vielleicht doch noch einige gibt, die hier lesen und sich vielleicht in manchem wiederfinden werden.
Die Trauer ist auch im achten Jahr jeden Tag da und ich meine wirklich jeden Tag. An keinem einzigen Tag habe ich nicht an dich gedacht, wurde es mir nicht schwer um Herz, schluckte ich nicht meine aufsteigenden Tränen hinunter. Es ist eine sehr stille, schmerzliche Sehnsucht, die mich immer begleitet und doch gibt es immer noch Tage, wo gar nichts geht und ich mich ganz zurückziehe von allem. Und man lässt mich auch … niemand der anruft oder nachfragt „Wie geht es dir“.
Der Alltag hat mich schon sehr lange wieder eingeholt und lässt mir oft nur wenig Zeit zum Grübeln. Du bist zwar physisch nicht mehr bei uns, aber weiß und glaube fest daran, dass du mich durch das Leben begleitest. 


Was bleibt 
wenn es dunkel um uns wird 
und das sterbende Licht 
sich in nichts 
als Sehnsucht auflöst? 

Was bleibt 
wenn eine lichtlose Jahreszeit 
grau in grau gefärbte 
Trauermäntel webt? 

Was bleibt 
wenn uns nichts bleibt 
als die lebendige Erinnerung 
an ein vorausgegangenes Kind

Ein unsterbliches Gefühl 
das Liebe heißt. 

Und sich im Traum 
wiederfindender Welten wiegt. 
Ⓒ Ute Leser 

Du hast einen festen Platz in meinem Herzen, in meiner Seele und in meinem Leben. Du hast mich gelehrt, im „Hier und Jetzt“ zu leben, nie im Streit auseinander zu gehen, dass ich immer wieder nach vorne schauen muss.
 

Das Licht der Seele 

Ich schließe die Augen 
und sehe das warme Licht, 
das zwischen uns entstanden ist 

ein Licht, 
das nur die Seele sieht 
und spürt 

Das mich lächeln 
und vergessen lässt 
dass ich Angst hatte, 
es könnte erlöschen. 
Ⓒ Hans Kruppa 

Wie auch Perlen nicht in wenigen Tagen wachsen, und der Schmerz nicht im nächsten Augenblick überwunden ist, braucht alles seine Zeit. Schicht um Schicht umhüllt die Muschel das Sandkorn mit Perlmutt. Unendlich langsam wächst die Perle in ihr. Noch lange spürt die Perle das Sandkorn in sich.
Perlen sind verwandelter Schmerz. Ich glaube, bis wir unseren Schmerz in eine Perle verwandeln können, ist es noch ein weiter Weg.
Alles geschieht zu seiner Zeit - wenn der richtige Zeitpunkt da ist. Ich versuche darauf zu vertrauen, dass es genauso ist. 

Vieles macht erst im Nachhinein betrachtet Sinn, aber mit der Zeit lerne ich, es eher zu verstehen und gehen meinen Weg gestärkt weiter…

Seit ein paar Monaten wohnt nun auch Deine kleine Schwester nicht mehr in Jülich, dem Ort den du noch kanntest. In meinem Leben ist es nun noch ein wenig stiller und es scheint, dass eine neue Lebensphase begonnen hat, mit der ich erst mal lernen muss umzugehen. Sicherlich würdest auch Du schon nicht mehr zu hause wohnen, je nachdem für was für einen Weg Du Dich nach der Schule entschieden hättest und doch wäre dann alles ganz anders.
 

Wir wären noch komplett, wären bei Familienfeiern zusammen, an Weihnachten und vor allen Dingen an euren Geburtstagen. Wie oft habe ich in diesem Jahr daran denken müssen. Dein Tod hat mein Zeitgefühl verändert.
Ich hoffe so sehr, dass mich auch in den kommenden Jahren ohne Dich die Zuversicht und die Hoffnung nicht verlassen wird, ich immer wieder die kleine Lichtpunkte am Ende des dunklen Tunnels sehen und mich an vielen Kleinigkeiten freuen kann. 


Man muss sich durch die kleinen Gedanken, 
die einen ärgern, 
immer wieder hindurchfinden, 
zu den großen Gedanken, 
die einen stärken 
Ⓒ Dietrich Bonhoefer 

Gerne hätte ich noch ein Bild von Dir beigefügt. Doch ich kann keins mehr von Dir zeichnen … Zu gerne würde ich sehen, wie Du heute aussiehst.
Ein hübscher junger Mann. Doch mir fehlt Dein Bild. Wie würdest Du aussehen? 


Mit diesem Gedanken schließe ich nun ab und besuche dich heute Abend an deinem kleinen Garten.

Du fehlst - in Liebe deine Mama

Freitag, 23. August 2013

Lautes Schweigen

Immer noch laufe in meinem eigenen ICH umher auf der Suche nach meinem Simon ...
ich hab ihn gut versteckt, tief versteckt ... um IM Alltag zu bestehen,
zu funktionieren ... für euch ... was anderes wollt ihr nicht sehen.

Immer noch stehe ich immer wieder auf wenn ich am Boden bin, mache weiter obwohl die Seele weiter blutet, wische es weg als wäre es NICHTS.

Mein Leben wurde damals abrupt gestoppt, aus der Bahn geschleudert ...
Fast acht Jahre schon und es scheint als liegt der Alptraum EWIGKEITEN zurück,
und doch schleicht es sich wie ein Monster, langsam, leise von hinten an.

Immer noch bringt ein falsches Wort "Schnappatmung", die Mauer zum Einsturz
und das Monster beißt fest zu, tief rein ... mitten ins HERZ.

Immer noch schießen Tränen in meine Augen, wird der SCHMERZ unerträglich
und mühsam schlucke ich sie wieder hinunter

Immer noch Lache ich ... weil es nicht zum Weinen reicht, mache gute Miene ...
und verjage mit viel Kraft das Monster.

Doch dann kommt die Nacht ... viel zu leise, meine Seele hämmert so laut ...
Vergangenheitsbilder kommt anfallartig.
Niemand weint MEINE TRÄNEN und immer noch laufe ich auf barfuß auf den
Scherben der Vergangenheit.

Immer noch Schweige ich ... wo ich lauthals schreien sollte ...


(c) 2013 Claudia Jung