Freitag, 15. April 2016

Blumenmeer ...

von Menschen die dir in Gedanken noch einmal eine kleine Freude bereiten wollten. 

(c) 2016 Garten von Sassi

So soll es immer sein, bunt und vielfältig. Ein kleiner Lichtblick im Dunkel unserer Trauer. Etwas das wir noch für dich tun können in unserem Leben. 

Das Licht in deinem kleinen Garten soll niemals erlöschen, so wie ich dich nie vergessen werde kleine Blume.


Sassi <3

Du konntest nicht wie die Blume sein,
aber Du konntest wie sie Freude bringen,
Freude in das Leben jener Menschen,
die dich kannten. 

Dienstag, 5. April 2016

Erinnerungen - Anzeige

Saskia Jung
"Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten" 

Still und leise ist unser Sonnenschein auf die Reise ins Licht gegangen.

Wir werden dich unendlich vermissen ...

Mama Bigi mit Friedel
Schwester Ronja mit Philip
Papa Jeff mit Daggi
Oma Erika mit Opa Alwin
Oma Eva mit Helmut 

sowie alle Anverwandten. 



* 25.06.1997  + 28.03.2016

Traueranschrift: Beerdigungsinstitut Strang, Dürener Str. 3, 52428 Jülich


Die Trauerfeier findet am 11.04.2016 um 14:00 Uhr in der Christuskirche in Jülich statt.
Anschließend ist die Urnenbeisetzung um 15:00 Uhr auf dem Friedhof Merscher Höhe.
Von Beileidsbekundungen am Grab und freundlichst zugedachten Kränzen bitten wir abzusehen.

Montag, 4. April 2016

Die Fassungslosigkeit

weicht einem dumpfen Gefühl von Schmerz. Trauer unendliche Trauer ...

(c) 2015 Saskia Jung


Trauerfeind ...
wie soll jemand unsere Trauer sehen,
wenn wir sie uns selbst noch nicht einmal eingestehen.

Die Trauer - unser Feind, ein langes Leben lang

Sie nimmt uns die Luft zum Atmen.
Sie zerreist uns
und ist uns zutiefst verhasst ...

Manchmal verdrängen wir sie,
manchmal ignorieren wir sie
und doch fühlen wir sie ...

Wir wehren uns gegen sie,
mit aller Gewalt, mit aller Kraft
und trotzdem fühlen wir sie ...

Ihr gegenüber sind wir machtlos, klein und wehrlos ...

Sie ist einfach da ... immer
und weicht nicht von unserer Seite.

Und doch kämpfen wir unseren tagtäglichen Kampf ...

mit unserer Trauer
mit uns
und gegen uns.

Das können wir nicht verstehen.
Und vielleicht
wollen wir das auch gar nicht verstehen...

Nur, wie soll das dann ein anderer verstehen ???

Es ist und bleibt ein Kampf
und einer, den wir nicht gewinnen können
denn unsere Trauer verlässt uns nicht mehr.

Sie ist und bleibt
ein Teil von uns
und sie verbindet
uns mit unseren Kindern ....
auf ewig

Trauer - unser Feind ???
Oder "nur" Ausdruck unserer Liebe ???

Mittwoch, 3. Februar 2016

Stille

Die Ruhe vor dem Sturm ist bedrohlich. Der Sturm entsetzlich. Die Stille nach dem Sturm schier unerträglich.
Stille. Nichts als Stille. Totenstille. Auf diese Stille und befremdende Leere muss sich das trauernde Herz erst einmal einlassen. In dieser Zeit kann es keinen Trost finden. Da braucht es einzig eine Umarmung des Herzens. Und selbst das kann in manchen Momenten noch zu viel sein. Da braucht es Zeit - brauchen das Herz und alle Sinne Zeit …
ღ Petra Franziska Killinger

Ich wünsche Dir Menschen, die die Stille und die Zeit danach mit aushalten! ღ

(c) Schmetterlingsflüstern

Freitag, 6. November 2015

Tröstende Worte

(c) Schmetterlingsfluestern



Heute habe ich diese wunderbare Facebookseite entdeckt und dieser Spruch gefällt mir besonders gut. Danke Petra

Sonntag, 25. Oktober 2015

10 Jahre ohne dich

Ich schreibe nur noch selten auf deiner Seite, besuche nur noch selten deinen kleinen Garten ... NEIN, du bist nicht vergessen, du begleitest mich nach wie vor jeden Tag, in meinem Herzen und meinen Gedanken. 
Oft wird es mir dabei ganz schwer ums Herz, gerade jetzt im Herbst wenn das Leben so schön bunt ist ... 



Trotzdem werde ich gerade heute ein paar Zeilen schreiben, auch wenn es mir nicht leicht fällt, mich noch öffentlich zu öffnen. Inzwischen habe ich verstanden, daß ich es keinem erklären kann, was ich erlebt habe und wie ich heute lebe, der es nicht selbst erlebt hat.
Ich habe mich auch dran gewöhnt, in erschreckte Gesichter zu sehen wenn ich von dir berichte ... ich habe erleben müssen was niemand erleben mag. Mit mir und meiner Geschichte ist der Schrecken einfach zu nah, zu real und auch mir selbst wird dann wieder bewußt das ich es irgendwie "überlebt" habe.  



Die dritte Kammer

In meiner Traurigkeit hat es ein wenig gedauert, bis ich sie entdecken durfte, eine dritte Kammer zwischen den beiden Herzkammern. In dieser kleinen Kammer im feinen Riss meines Herzens befindet sich nur so viel: ein behutsam kehrender Besen namens Hoffnung und ein weiches Staubtuch aus Vertrauen und Intuition.
Heute öffne ich diese kleine Kammer regelmäßig, um den Staub in meinem Herzen zu putzen und wieder eine klare Sicht (der Dinge) zu bekommen.

ღ Petra Franziska Killinger 



Sind es wirklich schon 10 Jahre her, seit Du uns verlassen hast und uns trotzdem noch durch unser Leben begleitest ?

Ich lebe seit 10 Jahren in einer anderen Beziehung zu Dir und freue mich an manchen Tagen über eine unglaubliche Nähe zu Dir. Es sind Gefühle und Momente, die ich gar nicht mehr versuche, anderen zu erklären und trotzdem reicht diese Nähe niemals aus. Auf Fotos von dir steht die Vergangenheit ewig still, du wirst nie älter als 13 Jahre, wie gerne würde ich auch sehen, wie Du Deinen Weg gehst. Ein lebenslustiger junger Mann, der bis 25 zu Hause wohnen bleiben wollte, um sich dann ein Haus und einen Hund zu kaufen. 



Erinnerung,
schöne Erinnerung an vergangene Zeiten.
Erinnerung an eine schöne Zeit,
eine schöne Zeit mit dir.
Erinnerungen zum Lachen, zum Träumen, zum Weinen.
Erinnerung an eine vergangene Wirklichkeit,
eine normale Wirklichkeit mit dir.
Erinnerungen, um dem Alltag zu entfliehen,
dem Alltag der wirklichen Wirklichkeit.
Für mich ist die Erinnerung schöner als die Wirklichkeit,
denn in der Wirklichkeit fehlst du!

Die Erinnerung holt dich zu mir, zu mir ins Jetzt.
Dadurch kann ich dir ganz nah sein,
auch wenn du in Wirklichkeit nicht mehr da bist.
Ich kann dich spüren.
Ich erinnere mich an die vielen Stunden,
die wir gemeinsam verbracht haben.
Ich rede in Gedanken mit dir und erzähle dir
von meinem Leben im Hier und Jetzt.
Ich hole das was war hierher.

Somit ist Erinnerung nicht Vergangenheit,
sondern Gegenwart.

ღ  Kerstin Gleißberg



Es gibt Zeiten, da fühle ich mich wieder lebendig und mag das Leben, aber es gibt eben auch die anderen Tage, wo jeder einzelne Tag ein Überlebenskampf ist. Inzwischen weiß ich aber, daß diese dunklen Zeiten auch wieder vorübergeben, aber sie kosten immer noch unendlich viel Kraft und Energie.

Und oft bist du immer noch der Wind in meinen Flügeln.

In liebe Mama 
 

Dienstag, 21. Oktober 2014

9 - 3287 - 78888

Heute vor 9 Jahren begann meine Reise durch das Trauerland, als Simon zu den Sternen ging.
Am Anfang dieser langen Reise stand ich unter Schock, unendliche schmerzlich mußte ich begreifen:

"Simon kommt nie wieder."  


Dein Rucksack im Strassengraben und dein Blut auf der Strasse
 
Im Laufe der Jahre habe ich gelernt mit dem Leben "ohne", aber auch immer "mit" Simon zu leben.
Ich habe gelernt die Todestage zu ertragen, die Geburtstage zu leben, Weihnachten ohne das geliebte Kind zu überstehen.
Und auch wenn ich schon eine lange Trauerreise zurückgelegt habe, so wird diese Reise doch niemals enden. Sie ist ein Teil meines Lebens geworden und verbindet mich mit der Liebe auf ewig mit Simon.

"Manchmal bist du in unseren Träumen,
oft in unseren Gedanken und
immer in unseren Herzen."

Aus dem Schmerz der ersten Zeit ist im 9-ten Jahr der Trauer eine leise, stille Wehmut, geworden.
Wie ein leises Rufen von ganz tief Innen, wo ich den Schmerz verschlossen halte. Immer wieder gibt es Tage, wo ich in tiefes Grübeln verfalle, mich ganz zurückziehe von allem und an denen ich zu nichts fähig bin.
Oft zieht es mich dann in die Stille der Natur und dort versuche ich meine Gedanken zu ordnen.
Die Jahre sind so schnell vergangen und trotz allem habe ich noch immer das Gefühl, als wäre es gerade erst passiert. In ein paar Jahren schon bist Du länger fort, als Du bei uns gelebt hast.
Diese Vorstellung ist für mich ganz schlimm.

Mir fehlen einfach die Worte ... ausser das ich dich unendlich vermisse und es immer noch schmerzt dich nicht aufwachsen zu sehen, zu erleben.

Die weichen Schatten, 
welche die tief stehende Herbstsonne zaubert, 
dieses geheimnisvolle Spiel von Sonne und Licht, 
erinnern mich daran, dass deine Schönheit dazu 
bestimmt war, meine Welt
in ein noch schöneres Licht zu tauchen.

Noch immer verzauberst du meine Welt 

– trage ich deinen Glanz in meinem Herzen.
Du, mein Geheimnis aus Licht und Liebe!

Petra Franziska Killinger

Der Seelenvogel

(Quelle)

Eine Geschichte, in der es um unsere Seele und unsere Gefühle geht
und darum, wieder einmal mehr auf unsere innere Stimme zu hören.

Tief, tief in uns wohnt die Seele.
Noch niemand hat sie gesehen,
aber jeder weiss, dass es sie gibt.
Und jeder weiss auch, was in ihr ist.

In der Seele, in ihrer Mitte,
steht ein Vogel auf einem Bein.

Der Seelenvogel.
Und er fühlt alles, was wir fühlen.
Wenn uns jemand verletzt,
tobt der Seelenvogel in uns herum;
hin und her, nach allen Seiten,
und alles tut ihm weh.

Wenn uns jemand lieb hat,
macht der Seelenvogel fröhliche Sprünge,
kleine, lustige, vorwärts und rückwärts, hin und her.

Wenn jemand unseren Namen ruft,
horcht der Seelenvogel auf die Stimme,
weil er wissen will, ob sie lieb oder böse klingt.

Wenn jemand böse auf uns ist,
macht sich der Seelenvogel ganz klein
uns ist still und traurig.

Und wenn uns jemand in den Arm nimmt,
wird der Seelenvogel in uns grösser und grösser,
bis er uns fast ganz ausfüllt.
So gut geht es ihm dann.

Ganz tief in uns ist die Seele.
Noch niemand hat sie gesehen,
aber jeder weiss, dass es sie gibt.
Und noch nie, noch kein einziges mal,
wurde ein Mensch ohne Seele geboren.
Denn die Seele schlüpft in uns,
wenn wir geboren werden,
und sie verlässt uns nie,
keine Sekunde, solange wir leben.
So, wie wir auch nicht aufhören zu atmen
von unserer Geburt bis zu unserem Tod.

Sicher willst du wissen, woraus der Seelenvogel besteht.
Das ist ganz einfach. Er besteht aus Schubladen.
Diese Schubladen können wir nicht einfach aufmachen,
denn jede einzelne ist abgeschlossen
und hat ihren eigenen Schlüssel.
Und der Seelenvogel ist der einzige, der die Schubladen öffnen kann.
Wie?
Auch das ist ganz einfach: mit seinem Fuss.

Der Seelenvogel steht auf einem Bein .
Das zweite hat er, wenn er ruhig ist, an den Bauch gezogen.
Mit dem Fuss dreht er den Schlüssel
zu der Schublade um, die er öffnen will,
zieht am Griff, und alles, was darin ist, kommt zum Vorschein.

Und weil alles, was wir fühlen,
eine Schublade hat,
hat der Seelenvogel viele Schubladen.
Es gibt eine Schublade für Eifersucht
und eine für Hoffnung.
Es gibt eine Schublade für Enttäuschung
und eine für Verzweiflung.
Es gibt eine Schublade für Geduld
und eine für Ungeduld.
Auch für Hass und Wut und Versöhnung.
Eine Schublade für Faulheit und Leere
und eine Schublade für die geheimsten Geheimnisse.
Diese Schublade wird fast nie geöffnet.
Es gibt auch noch andere Schubladen.
Du kannst selbst wählen, was drin sein soll.

Manchmal sind wir eifersüchtig
ohne dass wir es wollen.
Und manchmal machen wir etwas kaputt,
wenn wir eigentlich helfen wollen.
Der Seelenvogel gehorcht uns nicht immer
und bringt uns manchmal in Schwierigkeiten...
Man kann schon verstehen,
dass die Menschen verschieden sind,
weil sie verschiedene Seelenvögel haben.

Es gibt Vögel,
die jeden Morgen die Schublade "Freude" aufmachen.
Dann sind die Menschen froh.
Wenn der Vogel die Schublade "Wut" aufmacht,
ist der Mensch wütend.
Und wenn der Vogel die Schublade nicht mehr zuschliesst,
hört der Mensch nicht auf, wütend zu sein.
Manchmal geht es dem Vogel nicht gut.
Dann macht er böse Schubladen auf.

Geht es dem Vogel gut,
macht er Schubladen auf, die uns gut tun.
Manche Leute hören den Seelenvogel oft,
manche hören ihn selten.
Und manche hören ihn nur einmal in ihrem Leben.
Deshalb ist es gut, wenn wir auf den Seelenvogel horchen,
der tief, tief in uns ist.
Vielleicht spät abends, wenn alles still ist....

( Michael Snunit und Na'ama Golomb
aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler)